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Mallorcas Tierwelt

von Astrid
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Mallorca ist eine Insel voller Leben und mit Tieren, die sich entweder zeitenweise hier wohl fühlen oder ganz auf der Insel heimisch sind. Einige Arten kommen sogar überhaupt nur auf Mallorca oder den Balearen vor und es gibt sogar ein paar Tiere vor denen man sich in Acht nehmen sollte. Da Mallorca eine Insel ist, ist die Tierwelt natürlich bei weitem nicht so vielfältig wie auf dem Festland. Tierliebhaber kommen hier aber trotzdem auf ihre Kosten – also gehen wir auf Entdeckungsreise in Mallorcas Tierwelt!

Einige allgemeine Arten

Iberische Hasen und Wildkaninchen

Wer genau hinsieht, kann sie ganz schnell entdecken, die Wildkaninchen Mallorcas. Mittlerweile ist ihre ursprüngliche Population aufgrund von Krankheiten leider stark eingedämmt, aber es gibt sie noch und mit ihnen auch eine spezielle Hasenart – der iberische Hase.

Wie der Name schon sagt, ist diese Gattung auf der iberischen Halbinsel und aber auch auf Mallorca zuhause. Die scheuen Tiere entdeckt man mit viel Glück in trockenem Gras und Gebüschlandschaften.

Algerischer Igel

Der algerische Igel ist deutlich größer als andere Arten, ist aber mindestens genauso niedlich anzusehen. Er hat kleine Ohren (etwas kürzer als seine Stacheln) und fünf Zehen an den Pfoten. Den algerischen Igel nennt man auch Nordafrikanischer Igel und ihr könnt den geschäftigen Insektenfresser im Naturpark Mondragó in freier Wildbahn sehen.

Verwilderte Hauskatzen

Wie im gesamten Mittelmeerraum findet ihr auch auf Mallorca eine Menge verwilderter Hauskatzen. So süß die Katzen auch sein mögen, sie sind ein zunehmendes Problem für den Vogelbestand. Sie vermehren sich nämlich in Rekordgeschwindigkeit und machen dann leider im großen Stil und unkontrolliert Jagd auf andere Arten.

Fledermäuse

Circa 20 Fledermaus Arten von den weltweit über 1000 Arten kommen in Mallorcas Tierwelt vor. Diese Tiere stehen alle auf der Roten Liste, das bedeutet sie sind streng geschützt und dürfen nicht gejagt oder gestört werden. Unter diesen 20 Arten befinden sich die Mückenfledermaus oder auch die Zwergfledermaus. Natürliche Feinde gibt es für die Tiere auf der Insel keine, trotzdem sind einige Arten bedroht. Die Tiere leben auf Mallorca unter anderem im Naturpark s’Albufera, wo ihr sie dann auch ungestört beobachten könnt.

Delfine und Mönchsrobben

Wer auf Mallorca Delfine sehen möchte, der hat ganz in der Früh oder am späten Abend die beste Gelegenheit dazu. Die Tiere halten sich gerne in der Umgebung von Cap Formentor, Puerto de Alcudia, Cala Ratjada, Puerto de Pollenca oder rund um die kleine Insel Dragonera auf. Wichtig ist es, die Delfine nicht zu stören, also am Boot am besten ruhig zu verhalten, dann kann man die Tiere auch wirklich ausgiebig beobachten.

Die Mittelmeer-Mönchsrobbe ist eine vom Aussterben bedrohte Tierart, die zum Glück wieder in Mallorcas Tierwelt vorkommt. Diese Tiere sind mittlerweile so selten geworden, dass darum gebeten wird Abstand dazu zu halten, um sie zu schützen.

Vogelarten

Mehr als 200 Vogelarten (Zugvögel) besuchen die Insel jedes Jahr, darunter Arten wie der Stelzenreiher, Störche, Flamingos oder der Seeregenpfeifer. Auf der Insel sind die Tiere hauptsächlich im Frühjahr und Herbst und mischen sich dann mit den auf Mallorca ganzjährig heimischen Arten.

Weitere Tiere

Einige Landschildkrötenarten wie zum Beispiel die Griechischen Landschildkröten bewohnen die Insel. Zu finden sind sie hauptsächlich im Nordosten und Osten der Insel. Auch der Mittelmeer-Laubfrosch ist hier zuhause, ebenso wie einige Eidechsen, Geckos und weitgehend ungefährliche Schlangen.

Endemische Arten

Einige wenige Tierarten sind auf Mallorca endemisch – das bedeutet, es gibt sie nur hier. Zu diesen Arten zählen die bekannte Geburtshelferkröte, der Iberische Wasserfrosch, die Wechselkröte und die Baleareneidechse.

Gefährliche Tiere in Mallorcas Tierwelt

Trotz der geringen Artenvielfalt gibt es dennoch einige Tierarten, die dem Menschen gefährlich werden können. Es sind sehr wenige vor denen man keine Angst zu haben braucht, aber vor denen man doch den nötigen Respekt haben sollte.

Der Prozessionsspinner (Land)

Prozessionsspinner sind kleine, haarige Raupen, die sich aneinanderheften und gemeinsam zu einer richtigen Plage werden. Sie ziehen verstärkt im Februar und März los und klettern von den Baumkronen hinunter auf den Boden.

Das Problem an den Prozessionsspinnern sind die Härchen, die kleine Widerhaken haben und sich mit ihrem Nesselgift in Haut und Schleimhaut festsetzen. Die Folge sind allergische Reaktionen, die bis hin zu lebensbedrohlichem Kreislaufversagen gehen können. Die Härchen werden vom Wind verweht, solltet ihr also damit in Berührung kommen, solltet ihr möglichst schnell duschen und sie abwaschen.

Das Petermännchen (Wasser)

Der giftige Fisch aus dem Mittelmeer-Raum lauert für gewöhnlich gut versteckt im Sand des Uferbereichs, wo man ihn leider meist nicht rechtzeitig sehen kann. Tritt man auf ihn, spürt man sofort den stechenden Schmerz des Giftstachels, der sich auf der Rückenflosse und an den Kiemen befindet. Die Begegnung mit einem Petermännchen kann von einer schmerzenden Wunde bis hin zu einem starken allergischen Schock gehen.

Die Feuerqualle und die Portugiesische Galeere (Wasser)

Feuerquallen oder auch Leuchtquallen und auch die Portugiesische Galeere sind sehr giftig und der Kontakt mit ihnen kann ganz schnell zu schweren allergischen Schocks führen. Sie treten oft in Schwärmen auf und kommen aufgrund der steigenden Temperaturen immer häufiger und in größerer Anzahl vor. Es gibt aber immer rechtzeitig offizielle Warnungen, sodass ihr genau wisst, wann Feuerquallen oder Portugiesische Galeeren an Mallorcas Strände kommen und ihr für diesen Zeitraum besser das Meer von der Cocktailbar aus genießt.

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